Das Fertig!Manifest

Sogenannte Lebensprojekte wie Mesnerhof-C eines ist, werden nicht gestartet um fertig zu werden. Gerade durch das implizit Unfertige, durch das ständige Ent- und Verwerfen, durch das kreislaufförmige Auf-, Um- und Abbauen, erhebt sich solch ein Vorhaben wie ein Solitär aus der Projektlandschaft.

Demzufolge ist der Einsatz gelernter Planungs- und Steuerungsmethoden nur eingeschränkt effektiv. Eigentlich benötigen Lebensprojekte eine spezifische Projekt-Philosophie, eine inspirierende Kultur des Fertigwerdens. The Cult of Done Manifesto von Bre Pattis schwört uns auf diesen Paradigmenwechsel ein. In meiner Begeisterung habe ich es gleich mal mit einer Übersetzung versucht (für Verbesserungsvorschläge bin ich dankbar).

Das Fertig!Manifest

  1. Es gibt 3 Zustände des Seins. Nicht-Wissen, Aktion und Fertig!stellung.
  2. Akzeptiere, dass alles ein Entwurf ist – dann wird es leichter fertig!
  3. Es gibt den Status „in Bearbeitung“ nicht!
  4. Vorzutäuschen, dass man weiß was man macht, ist beinahe wie tatsächlich zu wissen, was man macht. Akzeptiere also, dass Du weißt was Du machst auch wenn es nicht so ist und Du es trotzdem machst.
  5. Verbanne die Verzögerung. Wenn Du länger als 1 Woche wartest bis eine Idee fertig! ist, gib sie auf.
  6. Das Wesen des Fertig!en liegt nicht in seiner Beendigung sondern in der Möglichkeit, andere Dinge fertig! zu bekommen.
  7. Wenn etwas fertig! ist, kannst Du es wegwerfen.
  8. Lache über die Perfektion. Sie ist langweilig und hält dich davon ab, fertig! zu werden.
  9. Menschen, die sich die Hände nicht schmutzig machen, irren. Etwas zu tun ist richtig.
  10. Wer scheitert wird fertig! Also mach Fehler.
  11. Zerstörung ist eine Variante des Fertig!en.
  12. Wenn Du eine Idee hast und diese im Internet veröffentlichst, dann erzeugst Du den Geist des Fertig!en.
  13. Das Fertig!e ist der Antrieb für „Mehr“.
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