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	<title>Mesnerhof Community Tirol</title>
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	<description>Das Blog zur Rettung des Mesnerhofs</description>
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		<title>&#8220;Regeln für den, der in den Bergen baut&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Mar 2013 18:28:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Gasteiger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[architektur&entwürfe]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch produziert die Schneedecke im gleißenden Sonnenlicht zauberhafte Bilder in Steinberg. Temperaturen über 10 Grad sind wohlige Vorboten des Frühlings. Und dann geht es endlich los. Nach Ostern starten substantielle Sanierungsarbeiten. Im Wesentlichen geht es um den Wohntrakt im Haupthaus. Wir haben uns im Vorfeld viel Zeit genommmen, um im Spannungsfeld zwischen Erhaltung und Verbesserung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch produziert die Schneedecke im gleißenden Sonnenlicht zauberhafte Bilder in Steinberg. Temperaturen über 10 Grad sind wohlige Vorboten des Frühlings. Und dann geht es endlich los. Nach Ostern starten substantielle Sanierungsarbeiten. Im Wesentlichen geht es um den Wohntrakt im Haupthaus. Wir haben uns im Vorfeld viel Zeit genommmen, um im Spannungsfeld zwischen Erhaltung und Verbesserung das passende Maßnahmenpaket zu schnüren. Als Leitlinien galten uns  die &#8220;Regeln für den, der in den Bergen baut&#8221; von Adolf Loos. Bereits 1913 traf Loos damit allgemeingültige Aussagen für das alpine Bauen.<span id="more-1112"></span><em></em></p>
<p><a href="http://www.mesnerhof-c.at/wp-content/uploads/2013/03/DSC_2832.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1116" title="Mesnerhof-C Wintertrilogie" src="http://www.mesnerhof-c.at/wp-content/uploads/2013/03/DSC_2832-300x200.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a></p>
<p><span style="font-size: medium;"><em>&#8220;Baue nicht malerisch. Überlasse solche Wirkung den Mauern, den Bergen und der Sonne.</em></span><br />
<span style="font-size: medium;"> <em> Der Mensch, der sich malerisch kleidet, ist nicht malerisch, sondern ein Hanswurst. Der Bauer kleidet sich nicht malerisch, aber er ist es.</em></span><br />
<span style="font-size: medium;"> <em>Achte auf die Formen, in denen der Bauer baut, denn sie sind der Urväterweisheit geronnene Substanz. Aber suche den Grund der Form auf. </em></span><br />
<span style="font-size: medium;"> <em>Haben die Fortschritte der Technik es möglich gemacht, die Form zu verbessern, so ist immer diese Form zu verwenden.</em></span><br />
<span style="font-size: medium;"> <em> Der Dreschflegel wird von der Dreschmaschine abgelöst.</em></span><br />
<span style="font-size: medium;"> <em> Fürchte nicht, unmodern gescholten zu werden. Veränderungen der alten Bauweise sind nur dann erlaubt, wenn sie eine Verbesserung bedeuten, sonst aber bleibe beim Alten.</em></span><br />
<span style="font-size: medium;"> <em> Denn die Wahrheit, und sei sie hunderte von Jahren alt, hat mit uns mehr inneren Zusammenhang als die Lüge, die neben uns schreitet.&#8221;</em></span></p>
<p>Adolf Loos 2013</p>
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		<title>Gäste vielfältig wie die Bettwäsche ;-)</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Jan 2013 13:20:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Gasteiger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[stimmung&bilder]]></category>

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		<description><![CDATA[Dank airbnb konnten wir unlängst eine gar bunte Gruppe am Mesnerhof begrüßen. Bei bestem Winterwetter genossen nette Leut aus Bolivien, China, Deutschland, Österreich und Peru den Jahresausklang ausgerechnet im stillen Steinberg. Das war eine gute Gelgenheit, erstmalig unsere neuen, farbenfrohen  Bettbezüge, handgewoben von einer der letzten österreichischen Webereien, zum Einsatz zu bringen. Tatsächlich wurden wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dank <a href="https://www.airbnb.at/rooms/757522" target="_blank">airbnb</a> konnten wir unlängst eine gar bunte Gruppe am Mesnerhof begrüßen. Bei bestem Winterwetter genossen nette Leut aus Bolivien, China, Deutschland, Österreich und Peru den Jahresausklang ausgerechnet im stillen Steinberg. Das war eine gute Gelgenheit, erstmalig unsere neuen, farbenfrohen  Bettbezüge, handgewoben von einer der letzten österreichischen Webereien, zum Einsatz zu bringen.<span id="more-1026"></span></p>
<p>Tatsächlich wurden wir erst nach länger Suche nach einer für das spezielle Ambiente des 400 Jahre alten Bauernhauses passenden Bettwäsche fündig. Schlussendlich stießen wir auf die <a href="http://www.webfabrikhaslach.at/rund-um-die-webfabrik/rund-um-die-webfabrik" target="_blank">Web Fabrik</a>, eine kleine aber feine Weberei aus dem Mühlviertel. Unsere Wahl fiel auf die <a href="http://www.webfabrikhaslach.at/produkte/naturbettwasche/bettwasche-uberkaro" target="_blank">Naturbettwäsche Überkaro</a>, welche ländlich-schlicht dem Farbschema der 5 Zimmer am Mesnerhof folgt. Nachdem die Naturbettwäsche auch noch antiallergisch wirkt steht einem gerechten Schlaf nichts mehr entgegen.</p>
<p><a href="http://www.mesnerhof-c.at/wp-content/uploads/2013/01/Zimmer-Blau-4.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1031" title="Zimmer Blau 4" src="http://www.mesnerhof-c.at/wp-content/uploads/2013/01/Zimmer-Blau-4.jpg" alt="" width="500" height="375" /></a></p>
<p>Die komplette Fotostrecke gibt´s  im Fetzenbuch.</p>
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		<title>Farben für Hüttenharmonie</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Nov 2012 12:01:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Gasteiger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[konzepte&brücken]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Wesen von Berg- und Hüttengemeinschaften zählt ein ausgeprägter Sinn für´s Teilen. Es stellt sich ohne Anstrengung eine eigenartige &#8220;Auf Tuchfühlungs-Kultur&#8221; ein, in der das Bedürfnis nach eng gesetzten Grenzziehungen bei Eigentums- und Intimitätsspähren in sympathischer Weise  auflockert. Aber es geht auch hier (wie überall) um das richtige Maß. Jede Gruppe am Mesnerhof mag für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Wesen von Berg- und Hüttengemeinschaften zählt ein ausgeprägter Sinn für´s Teilen. Es stellt sich ohne Anstrengung eine eigenartige &#8220;Auf Tuchfühlungs-Kultur&#8221; ein, in der das Bedürfnis nach eng gesetzten Grenzziehungen bei Eigentums- und Intimitätsspähren in sympathischer Weise  auflockert. Aber es geht auch hier (wie überall) um das richtige Maß. Jede Gruppe am Mesnerhof mag für sich das Verständis über ein &#8220;Mein und Dein&#8221; entwickeln. Als kleine Unterstützung dafür haben wir nun ein einfaches Farbsystem erdacht &#8211; sozusagen Farben für die Hüttenharmonie.</p>
<p><span id="more-910"></span>Ansatzpunkt sind die 5 Schlafzimmer, denen die 5 Farben Grün, Rot, Gelb, Blau und Altrosa zugeordnet sind. Sichtbar werden die Farben derzeit über selbstgemachte Türschilder (Silberdistel-Motiv gebrannt),  feine  Naturbettwäsche sowie bemalte Wäscheklammern zur Kennzeichnung von Handtüchern etc.  Wesentlich mehr an Vorgaben soll es auch nicht geben. Vielmehr sind wir sehr darauf gespannt, inwieweit die Mesnerhof Community diesen Ball aufnimmt und weitere Farb-Ideen einbringt.</p>
<p><a href="http://www.mesnerhof-c.at/wp-content/uploads/2012/11/Farbleitsystem_abstrakt.jpg"><img style="vertical-align: middle;" title="Farbleitsystem_abstrakt" src="http://www.mesnerhof-c.at/wp-content/uploads/2012/11/Farbleitsystem_abstrakt-300x224.jpg" alt="" width="480" height="358" /></a></p>
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		<title>Jede Menge &#8220;Altes&#8221; &#8211; ein Tätigkeitsbericht!</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Sep 2012 09:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Gasteiger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[sanierung&bau]]></category>
		<category><![CDATA[stimmung&bilder]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun, ich sollte mein Blog wohl mit dem Attribut &#8220;für Altes&#8221; versehen. Immerhin liegt mein letzter Eintrag bereits mehrere Monate zurück. Dies, obwohl sich so Einiges rund um den Mesnerhof getan hat &#8211; spannende Gäste, umfangreiche Planungsarbeiten, Verbesserungen in Austattung und Technik, ein wenig Contententwicklung  und  natürlich immer wieder zauberhafte Bilder wie sie nur die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun, ich sollte mein Blog wohl mit dem Attribut &#8220;für Altes&#8221; versehen. Immerhin liegt mein letzter Eintrag bereits mehrere Monate zurück. Dies, obwohl sich so Einiges rund um den Mesnerhof getan hat &#8211; spannende Gäste, umfangreiche Planungsarbeiten, Verbesserungen in Austattung und Technik, ein wenig Contententwicklung  und  natürlich immer wieder zauberhafte Bilder wie sie nur die Tiroler Bergwelt zeichnen kann. Aber der Reihe nach:</p>
<p><span id="more-855"></span>Wie im <a href="http://www.facebook.com/media/set/?set=a.353290641356475.89208.144951808857027&amp;type=1" target="_blank">Fetzenbuch schon berichtet</a> war heuer ein äußerst schneereicher Winter in Steinberg. So reichte die Schneedecke am Mesnerhof bis zum Balkon. Umso wichtiger war die vorangegangene Sanierung. Zum einen hat der renovierte Balkon dem Schneedruck bestens Stand gehalten, zum anderen hat die darunterliegende Isolierung zu einer im ganzen Haus spürbar angenehmeren Trockenheit geführt.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.mesnerhof-c.at/wp-content/uploads/2012/08/DSCN1697.jpg"><img class="size-medium wp-image-869  aligncenter" title="Mesnerhof Winter 2012 " src="http://www.mesnerhof-c.at/wp-content/uploads/2012/08/DSCN1697-300x225.jpg" alt="" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Von dem neuen Wohlgefühl konnten sich auch die Mesnerhof-Gäste überzeugen, zB das Team des Wiener <a href="http://www.wertewirtschaft.org/" target="_blank">Instituts für Wertewirtschaft</a> sowie die <a href="http://www.tyclipso.net/" target="_blank">Tyclipso GmbH</a> aus Leipzig. Die Wertewirtschaftler erhielten jüngst mit dem Buch &#8220;Vom Systemtrottel zum Wutbürger&#8221; öffentliche Aufmerksamkeit, zumal sie Roland Düringer zu seiner &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=zfclpHQ4c8Y" target="_blank">Wutrede an die Nation</a>&#8221; inspirierten. Umsomehr freut es mich, dass ich den Autor und Philosophen Rahim Taghizadegan schon zweimal am Mesnerhof begrüßen durfte. Tyclipso ist eine innovative Internetbude, die u.a. das System der größten Crowdfunding-Plattform im deutschsprachigen Raum Startnext.de aufgebaut hat (sorry, dass Euch mein ADSL Modem in der Stube im Stich gelassen hat, habe es ausgetauscht und nun gibt´s WLan everywhere).</p>
<p>Wir haben den Sommer ein wenig dafür genutzt, alte Möbel und sonstige Artefakte in der Tenne zusammenzutragen: Reparaturbedürftigte Schränke und Nachtkästchen aus dem Jahr 1866 (Königgrätz lässt grüßen;-), selbsgeschnitzte Kleiderbügel aus 1932, zig desolate Stühle und natürlich zahlreiche alte Hand- und Bauernwerkzeuge. Alles nicht wirklich wertvoll im monetären Sinne aber für uns Grund genug, diesen guten alten Dingen eine zweite Chance zu geben. Tatsächlich haben wir begonnen &#8211; mit unseren bescheidenen handwerklichen Kenntnissen &#8211; das eine oder andere Stück herzurichten und gegen Ikea Möbel in den Schlafzimmern auszutauschen. Selten etwas Freud- und Sinnvolleres gemacht. Gleichzeitig haben wir auch noch ein Farbkonzept über die 5 Zimmer gelegt, dazu aber ein andernmal.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.mesnerhof-c.at/wp-content/uploads/2012/08/DSCN1796.jpg"><img class="size-medium wp-image-874  aligncenter" title="Alte Stühle am Mesnerhof" src="http://www.mesnerhof-c.at/wp-content/uploads/2012/08/DSCN1796-300x225.jpg" alt="" width="480" height="360" /></a></p>
<p>Verbesserungen in die Austattung sind das eine (nämlich das Harmlose), Investitionen in die Substanz das andere und zwar das Riskante &#8211; gerade bei einem 400 Jahre alten Bestand. Nach intensiven Gesprächen mit Sanierungsexperten, zahlreichen Ent- und Verwürfen, Hin- und Her-Kalkulationen haben wir uns nun auf den nächsten größeren Sanierungsschritt eingeschworen: Alte Böden raus, Isolierung rein, alte Böden wieder drauf, alte Fenster raus, neue Kastenfenster rein, Kamin restaurieren, Ofen in der Stube abtragen, neu aufbauen, beheizbar vom Gang, Drainage rund um das Haus, vorsichtige Dämmmaßnahmen usw. Eigentlich soll es im Herbst losgehen. Let´s see.</p>
<p>Oft werden wir mit dem Anwurf des leichten Wahnsinns gefragt, wieso wir uns das antun. Mal abgesehen davon, dass man das Gefühl einer tiefen Verortung ebenso wenig erklären kann wie die  Wahl des passenden Partners lassen wir uns selbst immer wieder von der eigenartigen Stimmung am Mesnerhof überzeugen &#8211; bei Sonnenschein und Regen gleichermaßen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.mesnerhof-c.at/wp-content/uploads/2012/08/DSCN2069.jpg"><img class="size-medium wp-image-880  aligncenter" title="Regenbogen Mesnerhof" src="http://www.mesnerhof-c.at/wp-content/uploads/2012/08/DSCN2069-300x225.jpg" alt="" width="480" height="360" /></a></p>
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		<title>Balkon saniert &#8211; und die Geschichte dahinter!</title>
		<link>http://www.mesnerhof-c.at/balko</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Nov 2011 15:40:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Gasteiger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die geneigte LeserIn weiß Bescheid. Eine Blogpause bedeutet meist besondere Aktivität am Mesnerhof. Tatsächlich haben wir den Sommer und die außergewöhnlich sonnigen Herbsttage zur Sanierung des Balkons genutzt. Ich höre Euch geradezu: Wieso denn ausgerechnet der Balkon, wo denn sonst so Vieles zu tun ist? Nun, dieser Entscheidung ist eine gar seltsame Geschichte vorangegangen, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die geneigte LeserIn weiß Bescheid. Eine Blogpause bedeutet meist besondere Aktivität am Mesnerhof. Tatsächlich haben wir den Sommer und die außergewöhnlich sonnigen Herbsttage zur Sanierung des Balkons genutzt. Ich höre Euch geradezu: Wieso denn ausgerechnet der Balkon, wo denn sonst so Vieles zu tun ist? Nun, dieser Entscheidung ist eine gar seltsame Geschichte vorangegangen, die ich Euch nicht vorenthalten will. </p>
<p><span id="more-811"></span>Es war im April dieses Jahres und nächtliche Stille lag über Steinberg am Rofan. Wir waren gerade aus Wien angekommen und wie üblich ist die erste Nacht am Mesnerhof von einer gewissen Unruhe geprägt. Man ist noch ein wenig dort und nicht ganz hier. Schon am zweiten Tag verfallen wir dann in lange und tiefe Schlafphasen. Nicht so in der ersten Nacht, ich wälzte mich hin und her begleitet vom Surren und Knarren des sich ständig bewegenden Holzgebälks. Tief in der Nacht, ich schwöre es war keine Einbildung, verdichteten sich diese rustikal-gegenständlichen Geräusche aus Tenne, Dachstuhl und Scheune zu einem Klang, dem unverwechselbaren Klang einer Stimme, die sagte<br />
<em>A Ruah isch!</em><br />
Es wird uns ja nachgesagt, dass wir in den Bergen zu allerlei Kreaturen Kontakt aufnehmen können, sprechende Bauernhäuser waren aber auch für mich neu. Zum Beweis legte der Mesnerhof  nach<br />
<em>Wos plagt Di?</em><br />
Am Land wird schnell zum arroganten Esel wer von der nötigen Zeit für´s  Ankommen, Runterkommen, Abschalten und dergleichen spricht und keinesfalls wollte ich riskieren, dass sich der Mesnerhof verständnislos von mir abwendet,  also antwortete ich<br />
<em>Du machst es mir nicht leicht.</em><br />
<em>Wos, I?</em><br />
<em>Ja Du.</em><br />
<em>So a Blödsinn, wieso I?</em><br />
Wir hatten uns nun also auf die für den alpinen Raum typischen Gesprächsform eingepasst und ich fuhr wortgewaltig und charmant fort<br />
<em>Weil ich nicht weiß was mit Dir anfangen</em>!<br />
<em>Du mit mir, wieso?</em><br />
<em>Ich meine, ich weiß nicht was als nächstes bei Dir gemacht werden soll?</em><br />
<em>Als nächstes, bei mir, wieso?</em><br />
Es ist ihm also nicht aufgefallen. In den letzten Jahren gab es zig Begehungen mit Architekten und sonstiger Experten, und alles drehte sich um die Frage wie die Sanierung des Menerhofs anzugehen sei. Mit leicht enttäuschter Stimme erklärte ich<br />
<em>Die nächsten Schritte, um dich wieder herzurichten!</em><br />
<em>Mi wieder herrichten?<br />
</em>Herzlich auflachend<em><br />
Ha! Jo des is nit leicht.</em><br />
Und nach einer kurzen Pause<br />
<em>Und, wos  glaubst?<br />
</em>Ob des gezeigten Interesses erregt schoss ich los<br />
<em>Naja, die Experten sind der Meinung, dass der nächste Schritt ein größerer sein müsste, einer der das Ganze System Mesnerhof mit betrachtet, ja nur keine Einzelmaßnahmen. Und die Experten meinen&#8230;<br />
</em>Der Mesnerhof unterbricht mich wirsch<br />
<em>Du und Deine Experten, so a Blödsinn. Gemacht wird was Gmacht gehört. Seht´s ihr nit wos des is?<br />
Ich sehe so viel, ehrlich gesagt wäre ich Dir dankbar für einen Hinweis?</em><br />
<em>No der Balkon natürlich, wos denn sonst?</em><br />
<em>Ausgerechnet der Balkon? Ist das nicht ein wenig wie „Das Pferd von hinten aufzäumen“?</em><br />
<em>Des is mir wurscht, nochmal so einen Winter wie vor zwoa Jahren und ich bin meine Zierde los!</em><br />
<em>Natürlich weiß ich, dass der Zustand Deines Balkons nicht der Beste ist. </em>(Holzwespen hatten tatsächlich ganze Arbeit geleistet, wie die Bilder unten zeigen).<em> Deswegen habe ich ja, wie du weißt, die Balkontür gesperrt und den Schlüssel gut versteckt.<br />
</em>Der Mesnerhof schweigt. Ich versuche, ihn mit einem Angebot ins Gespräch zurückzuholen<br />
<em>Sag, bist Du nicht auch der Meinung, dass wir zuerst von Grund auf Dein Gemäuer angehen sollten?</em><br />
Die gesamte Kubatur des Gebäudes hob einem bedrohlichen Orgelspiele gleich an<em><br />
I sog Dir jetzt wos, und des nur einmal! Seit 400 Jahren steh i jetzt in meine Schuh und so schnell wird mi auch die nächsten hundert Jahr nix umhauen. Aber wenn I meine Augenweide von Balkon verlier und Du mi älter ausschauen lässt als I bin, dann könnt schon sein, dass Dir amol a Bretterl auf deinen unnötigen Denkschädel fallt. Host mi?</em><br />
Das klang überzeugend, wollte mich dennoch vergewissern<br />
<em>Hast Du denn gar keine Bedenken, dass dies nicht die richtige Reihenfolge für eine Sanierung ist. Könnt doch sein, dass wir das beide im Nachhinein bereuen?</em><br />
Der alte Mesnerhof darauf, zu meiner Überraschung durchaus gewählt zitierend<br />
<em>Ich halte es mit Kierkegaard: Bring dich um oder bring dich nicht um, du wirst beides bereuen.</em>    <em> </em></p>
<p>Am nächsten Tag suchte ich den Zimmermeister meines Vertrauens auf.</p>
<p><a href="http://www.mesnerhof-c.at/wp-content/uploads/2011/11/P1010035.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-818" title="OLYMPUS DIGITAL CAMERA" src="http://www.mesnerhof-c.at/wp-content/uploads/2011/11/P1010035-300x225.jpg" alt="" width="500" height="375" /></a>Der von Holzwesepen zerfressene  Balkon des Haupthauses</p>
<p><a title="Bilder zur Balkonsanierung am Mesnerhof" href="https://www.facebook.com/media/set/?set=a.299840123368194.79233.144951808857027&amp;type=1" target="_blank"><span style="font-size: small;">PS: Bilder zur Sanierung gibt´s auf Facebook</span></a></p>
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		</item>
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		<title>Video-Gespräch: Mesnerhof-C auf der Ideenalm</title>
		<link>http://www.mesnerhof-c.at/ideenalm-interview</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Jul 2011 09:38:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Gasteiger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[on tour&unterwegs]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie hier schon mehrmals lobend erwähnt, fand im letzten Sommer ein Auftrieb der besonderern Art statt. Die Wiener Agentur Mehrblick lud (Quer-)DenkerInnen zur Ideenalm nach Alpbach. Seit Kurzem stehen nun die geführten Interviews &#8211; dem Ambiente enstprechend locker und g´scmackig zubereitet &#8211; im Netz. So auch das Gespräch zwischen Johannes Offenbacher und mir über den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie hier schon mehrmals lobend erwähnt, fand im letzten Sommer ein Auftrieb der besonderern Art statt. Die <a href="http://www.mehrblick.at">Wiener Agentur Mehrblick </a>lud (Quer-)DenkerInnen zur Ideenalm nach Alpbach.  Seit Kurzem stehen nun die geführten Interviews &#8211; dem Ambiente enstprechend locker und g´scmackig zubereitet &#8211; im Netz. So auch das Gespräch zwischen Johannes Offenbacher und mir über den Mesnerhof.<span id="more-783"></span></p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/25960915?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="500" height="280" frameborder="0"></iframe>
<p><em>Liebes Mehrblick-Team! Vielen Dank für Euren Einsatz für &#8220;das Neue&#8221;. Ich freue mich auuf die Ideenalm 2011. Georg</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Credit Suisse &gt; Zeppelin Universität &gt; Mesnerhof</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Jul 2011 11:59:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Gasteiger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[architektur&entwürfe]]></category>
		<category><![CDATA[konzepte&brücken]]></category>

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		<description><![CDATA[Was haben eine Schweizer Großbank, eine Privat-Uni, die Österreichische Presseagentur und ein Ventilwerk in Wien mit dem Mesnerhof gemeinsam? Sie alle beschäftigen sich mit der Frage,  welche Räume das &#8220;Neue&#8221; braucht. Dies ist keineswegs generell zu beantworten, sondern bedarf auf die jeweils spezifische Ökosystem einer Organisation abgestimmte und maßgeschneiderte Lösungen. Peschl und Fundneider geben auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was haben eine Schweizer Großbank, eine Privat-Uni, die Österreichische Presseagentur und ein Ventilwerk in Wien mit dem Mesnerhof gemeinsam? Sie alle beschäftigen sich mit der Frage,  welche Räume das &#8220;Neue&#8221; braucht.<span id="more-775"></span></p>
<p>Dies ist keineswegs generell zu beantworten, sondern bedarf auf die jeweils spezifische Ökosystem einer Organisation abgestimmte und maßgeschneiderte Lösungen. Peschl und Fundneider geben auf <a title="Enabling Spaces" href="http://www.thelivingcore.com" target="_blank">ihrer Website</a> einige Einblick in das Design solcher enabling spaces.</p>
<p><a href="http://www.mesnerhof-c.at/wp-content/uploads/2011/07/TheLivingCore.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-777" style="vertical-align: middle;" title="TheLivingCore" src="http://www.mesnerhof-c.at/wp-content/uploads/2011/07/TheLivingCore-300x210.jpg" alt="" width="500" height="350" /></a></p>
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		</item>
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		<title>Neu und Alt &#8211; Weiterbauen am Land</title>
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		<pubDate>Sat, 28 May 2011 10:23:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Gasteiger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[konzepte&brücken]]></category>
		<category><![CDATA[sanierung&bau]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer sich daran macht, ein 400 Jahre altes Bauernensemble zu sanieren, hält naturgemäß Ausschau nach Vorbildern. Derer gibt es zu Hauf, schließlich bemisst sich  Sanierungsliteratur fürs Land in Tonnen. Allerdings, die erkleckliche Mehrheit beschränkt sich auf simple Vorher-Nachher-Bebilderungen meist prämierter Vorzeigebauten. Nur selten wird der Diskurs nach dem Sinn/Unsinn  im Kontext des Verlusts/Erhalts der bäuerlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sich daran macht, ein 400 Jahre altes Bauernensemble zu sanieren, hält naturgemäß Ausschau nach Vorbildern. Derer gibt es zu Hauf, schließlich bemisst sich  Sanierungsliteratur fürs Land in Tonnen. Allerdings, die erkleckliche Mehrheit beschränkt sich auf simple Vorher-Nachher-Bebilderungen meist prämierter Vorzeigebauten. Nur selten wird der Diskurs nach dem Sinn/Unsinn  im Kontext des Verlusts/Erhalts der bäuerlichen Kulturlandschaft geführt. Nicht so in dem jüngst erschienenen Band &#8220;<a title="Weiterbauen am Land" href="http://www.amazon.de/Weiterbauen-Land-Verlust-b%C3%A4uerlichen-Kulturlandschaft/dp/3706550032" target="_blank">Weiterbauen am Land</a>&#8220;, den ich der geneigten Mesnerhof Community wärmstens ans Herz lege.<span id="more-757"></span></p>
<p>Anhand von 7o ausgewählten Bauten im alpinen Raum geben die Autoren u.a. profunden Einblick, was Menschen dazu bewegt, bäuerlichen Bestand zu erhalten, zu verändern, zu erweitern oder überhaupt einer Neunutzung zuzuführen (zB. der Seehof Lanser See, geplant von Martin Scharfetter, unserem &#8220;Mesnerhof Architekten&#8221;). Dass es hier um eine ersnthafte Besprechung abseits urbannaiver Idyllisierung geht,  zeigt alleine schon das geradezu verstörende Bild eines Zu- und Weiterbaus auf dem Buchdeckel.</p>
<p><a href="http://www.mesnerhof-c.at/wp-content/uploads/2011/05/Buchtitel-Weiterbauen-am-Land.jpg"></a><a href="http://www.mesnerhof-c.at/wp-content/uploads/2011/05/Weiterbauen-am-Land.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-763" title="Weiterbauen am Land" src="http://www.mesnerhof-c.at/wp-content/uploads/2011/05/Weiterbauen-am-Land.jpg" alt="" width="500" height="500" /></a></p>
<p>im Besondern verweisen möchte ich auf das renovierte Bauernensemble &#8220;Paulinarium&#8221; am Ludescher Berg in Vorarlberg. Keineswegs weil es mich an meine gymnasiale Alma Mater namens &#8220;Paulinum&#8221; in Schwaz/Tirol erinnert. Nein, vielmehr deshalb, weil das Motto dieses Seminarhauses &#8220;Leichter lernen in ländlicher Atmosphäre&#8221; sich wunderbar in den Gedankenkorridor des Mesnerhofs einpasst. Und so steht über der Eingangstür des Paulinariums:</p>
<p><em><span style="font-size: large;">&#8220;&#8230;Alles Alte sollten wir lieben, aber für das Neue sollten wir leben&#8230;&#8221; </span></em></p>
<p>Wahrlich gut gesprochen!!!</p>
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		<title>Empörung erzeugt Widerstand erzeugt Neues</title>
		<link>http://www.mesnerhof-c.at/emporung-erzeugt-widerstand-erzeugt-neues</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Mar 2011 14:24:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Gasteiger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[konzepte&brücken]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Empört Euch&#8221; ist in diesen biedermeierlichen Zeiten an sich schon ein ungewöhnlicher Aufruf. Kommt er von einem 93 Jährigen, ist die Irritation perfekt und lässt Millionen zu  Stéphane Hessels Streitschrift greifen. Hessel sieht in der Empörung das Grundmotiv zum Schaffen des Neuen: &#8220;Neues schaffen heißt Widerstand leisten. Widerstand leisten heißt Neues schaffen.&#8221; Faszinierend und wahrlich wegweisend.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Empört Euch&#8221; ist in diesen biedermeierlichen Zeiten an sich schon ein ungewöhnlicher Aufruf. Kommt er von einem 93 Jährigen, ist die Irritation perfekt und lässt Millionen zu  Stéphane Hessels Streitschrift greifen.<span id="more-744"></span> Hessel sieht in der Empörung das Grundmotiv zum Schaffen des Neuen:</p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: x-large;">&#8220;Neues schaffen heißt<br />
Widerstand leisten.<br />
Widerstand leisten heißt<br />
Neues schaffen.&#8221;</span></p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: left;">Faszinierend und wahrlich wegweisend.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" width="480" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/dHSTw0hICRQ" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>€ 60 Milliarden&#8230;und nichts Neues!</title>
		<link>http://www.mesnerhof-c.at/e-60-milliarden-und-kaum-radikal-neues</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Mar 2011 15:17:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Gasteiger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[konzepte&brücken]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine eben veröffentlichte Studie beleuchtet die Wirkung europäischer FTI Initiativen auf  die österreichische Innovationslandschaft. Das reißt einen natürlich nicht gleich vom Hocker, und 300 Seiten sind auch nicht gerade knackig. Die eine oder andere Analyse scheint aber trotzdem eines näheren Blickes würdig.Ganz erstaunlich finde ich die Impact-Analyse des Forschungsrahmenprogramms (siehe Grafik unten). Dieses als Hyper-Stimulation für  kollaborative Forschung gedachte Programm bringt Alles hervor - außer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine eben veröffentlichte <a title="Studie Wirkungsanalyse europäischer FTI Initiativen" href="http://www.era.gv.at/space/11442/directory/14023/doc/22367.html" target="_blank">Studie</a> beleuchtet die Wirkung europäischer FTI Initiativen auf  die österreichische Innovationslandschaft. Das reißt einen natürlich nicht gleich vom Hocker, und 300 Seiten sind auch nicht gerade knackig. Die eine oder andere Analyse scheint aber trotzdem eines näheren Blickes würdig.<span id="more-726"></span><a href="http://www.mesnerhof-c.at/wp-content/uploads/2011/03/Impacts-of-FP.jpg"></a>Ganz erstaunlich finde ich die Impact-Analyse des Forschungsrahmenprogramms (siehe Grafik unten). Dieses als Hyper-Stimulation für  kollaborative Forschung gedachte Programm bringt Alles hervor - außer Neues. Tatsächlich haben lt. Einschätzung der Teilnehmer  <a title="Forschungsrahmenprogramm" href="http://cordis.europa.eu/home_de.html" target="_blank">FP6/FP7 Projekte </a> kaum Auswirkungen auf die Entwicklung radikaler Innovationen im Schumpeter´schen Sinne.  Begründet wird dies durch inherente Hürden sowohl im Programm-Design als auch im Selektionsprozess.  Der politisch opportune Ansatz, möglichst viele Stakeholder bei der Programm-Konzeption zu berücksichtigen, ist dem Entstehen von Neuem ebenso wenig zuträglich wie das angewandte peer-review Verfahren bei der Auswahl von Projekten. Vorgeprägtes Mainstream-Denken erstickt jede Möglichkeit auf schöpferische Zerstörung im Keim. </p>
<p><a href="http://www.mesnerhof-c.at/wp-content/uploads/2011/03/Impacts-of-FP.jpg"></a></p>
<p>Verschärft wird das durch ein weiteres Ergebnis der Studie, demzufolge FP Konsortien Eigenschaften von closed-shops aufweisen: einmal etabliert, ist es für neue Interessenten sehr schwer, als Projekt-Partner anzudocken. &#8220;Forschungsseilschaften&#8221; tendieren dazu, sich  nur auf gesichertem Terrain zu bewegen. Fremde Teilnehmer, die mit unbekannten Landkarten zum Aufbruch ins Ungewisse anstimmen, stören die wohlige Beschaulichkeit gewohnter Sonnenplätze.</p>
<p>Schließlich erfolgt noch der Verweis auf das Planungsdilemma in europäischen Projekten. Die bereits zum Zeitpunkt der Einreichung verlangte Planungstiefe stellt sich dem unsicheren Wagnis wie ein natürlicher Feind entgegen. Und es sind die Autoren selbst, die es treffend formulieren: <strong>Evidently, an innovation cannot be radical if it can be spelt out a few years in advance.</strong></p>
<p>Fazit: im Zuge des 7. Forschungsrahmenprogramms (2007-2013) werden sage und schreibe 60 Milliarden Euro augeschüttet. Positive Effekte gibt es viele, aber keineswegs werden damit  Bedingungen für radikale Innovation geschaffen.</p>
<p>Ich wünsche mir den Mut in Europa, nur ein 60gstel des Budgets in den Dienst des unplanbar Neuen zu stellen.</p>
<p><a href="http://www.mesnerhof-c.at/wp-content/uploads/2011/03/Impacts-of-FP.jpg"></a><a href="http://www.mesnerhof-c.at/wp-content/uploads/2011/03/Impacts-of-FP.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-740" title="Impacts of FP" src="http://www.mesnerhof-c.at/wp-content/uploads/2011/03/Impacts-of-FP-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a><a href="http://www.mesnerhof-c.at/wp-content/uploads/2011/03/Impacts-of-FP.jpg"></a></p>
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