Sensen macht Sinn

Heute mehr denn  je!

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Wie in unserem Bild die Altbauern vom Mesnerhof, so wurde seit jeher die Sense in der alpinen Landwirtschaft zum Mähen eingesetzt. In frühem Morgengrauen, wenn der Saft noch in den Gräsern stand, strömten die Bauersleut auf die Felder und zogen bedächtig ihre Schneisen in die Wiesen. Tag für Tag, Sommer für Sommer. War man nach Wochen mit der ersten Mahd fertig, begann das Ganze wieder von vorne – immer mit besorgtem Blick nach oben, ob denn das Wetter hält. Wenn wir uns diese eintönige Mühsal vergegenwärtigen, gibt es auch keinen Grund, den Gebrauch der Sense herbeizusehnen. Die Mechanisierung der Landwirtschaft tat ohnehin das ihre und so beherrschen immer weniger Menschen den Umgang mit der Sense.

Die RenaissanceSlider_Newsticker Linie_1200

Vor gut zehn Jahren allerdings gründete sich der Sensenverein Österreich mit dem Ziel, der Sense zu einer Renaissance zu verhelfen. Deren Gründungsmitglieder machten sich nicht nur Gedanken, wie eine zeitgemäße Sense aussieht sondern vor allem auch, was es braucht, um die Sense in den privaten Haushalten „salonfähig“ zu machen.  Und das mit guten Grund. Denn gerade im Hausgebrauch, auf kleiner Fläche, ist die Sense eine wahre „Wunderwaffe“. Das Mähen mit der Sense ist

  • Emissions- und lärmfrei – kein stinkender und trönender Rasenmäher stört die Wochenendruhe
  • Ökologisch und bunt – erst wenn die Gräser und Blumen abgeblüht sind nehmen wir die Sense zur Hand, verteilen die Samen sanft über die Wiese und erhöhen somit die Vielfalt im Garten
  • Gesund und meditativ – gleichmäßige Schwünge verbunden mit dem anmutenden Geräusch des Schnitts versetzen uns sehr schnell in das Gefühl des Flows, die richtige Technik hilft die Rumpf- und Rückenmuskulatur zu stärken.
  • Überraschend effizient – gegen eine scharfe Sense hat jeder Rasenmäher das Nachsehen, schließlich braucht es auch nur 2-3 Schnitte im Jahr

Die Sense kommt in die StadtSlider_Newsticker Linie_1200

Der Sensenverein kam somit auf die Idee, für die Verbreitung dieses aussterbenden Handwerks Sensenlehrer auszubilden. Georg (Initiator von Mesnerhof-C) belegte also so einen Kurs und machte es sich – natürlich im Rahmen eines Hobbies – zur Aufgabe, die Sense in die Stadt zu bringen, ausgerechnet nach Wien. Und siehe da, die „urban gardeners“ bissen an. Seither konnte Georg gemeinsam mit seinem Sensenlehrerkollegen Klaus mehr als 200 Teilnehmerinnen in den Gebrauch der Sense einweisen, an so klingenden Orten wie dem Botanischen Garten im Schloss Belvedere oder der Cityfarm Schönbrunn.

SensenkurseSlider_Newsticker Linie_1200

In Zukunft sollen Sensenkurse auch am Mesnerhof-C stattfinden. Darüberhinaus kommt Georg – falls möglich – auch zu deiner Wiese. Noch fehlt die Zeit, um den Sensenaktivitäten eine eigene Plattform zu geben. Wer immer sich aber dafür interessiert, kann sich gerne unter gg@mesnerhof-c.at mit dem Betreff „Sensenkurs“ melden.