76% der Ideen entstehen am Mesnerhof ?!
Das ist natürlich “leicht” provokant. Allerdings belegt eine Studie der Universität St. Gallen, dass 76% der Ideen nicht im Unternehmen sondern in der Freizeit entstehen. Und kein geringerer als Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer Gesellschaft, versucht seit Jahren diese Erkenntnis unters Unternehmervolk zu bringen. Also, mit Abstand am meisten Ideen (28%) entstehen in der Natur z.B. beim Wandern. Bei Alltäglichem zu Hause sind es 14%, in den Ferien und auf Reisen 13% und immerhin 9% der Gedankenblitze funken im sozialen Kontext von Sportaktivitäten.
Ein Blick in die Unternehmen bringt Erstaunliches hervor. Tatsächlich schaffen langweilige Meetings (10%) für die Ideenfindung das produktivste Ambiente, auf jeden Fall produktiver als interessante Meetings (6%). Ganz traurig sieht es für die Kreativitätstechniker unter uns aus. Auf ihr Konto gehen demnach nur 1% der Ideen.

Natürlich ist bei all solchen Studien eine gewisse Relativierung angesagt und das zu Grunde liegende sample von 65 KMU ist auch nicht gerade großartig repräsentativ. However, es gibt uns, zumindest mir, zu denken. Signifikant wichtig scheint die Notwendigkeit des RAUSGEHENS – aus sich, in die Natur, mit Zeit, ins Ungewohnte – und des ZUGEHENS – auf andere und das Andere, offen, ohne Absicht, mit Neugier, zufällig und herzlich.
Rausgehen und Zugehen am Mesnerhof. Wetten, dass da was Neues entsteht? (Wahrscheinlichkeit: 76%)
