Buchen

Die Altbauern vom Mesnerhof

und bezaubernde Bilder von Anno Dazumal

Servus zusammen!

Viel ist vom früheren Leben am Mesnerhof nicht überliefert. Gesichert ist, dass der Hof über Generationen im Besitz der Familie Fankhauser stand. Die letzte männliche Linie allerdings blieb mit den Brüdern Richard und Adolf Fankhauser frau- und kinderlos. Und so kam es, dass mein Vater in den frühen 1980ern einen sogenannten Leibrentenvertrag mit den Altbauern abschloss. Dieses auf den Tod ausgerichtete Spekulationsgeschäft führt bekannterweise zu besonderer Zähigkeit. Wie zum Beweis waren auch den Brüdern, obwohl damals schon um die 70 Jahre alt, weitere zwanzig Lebensjahre am Mesnerhof beschieden.
Deren Wirken beschränkte sich in dieser Zeit im Wesentlichen auf die Räume des heutigen Bauern-Chalets. Noch heute lässt sich in der Tiroler-Stube sowie der Rauchkuchl der Geist dieser beiden Bergwurzen erspüren. Mit Kindern – soweit meine Erinnerung, wenn ich beim Heuen mithelfen durfte - konnten Adolf und Richard durchaus nett umgehen. Ansonsten erzählen sich die Steinberger mehrheitlich Geschichten, in denen das „duo infernale“ stets um Gemeinheiten bemüht war.

Mögen sich die Geister scheiden, wir erfreuen uns jedenfalls an Vintage-Bildern, aufgenommen von einem unbekannten Fotografen. Dieser hatte ein besonderes Auge und ließ die Altbauern in der Idylle des Mesnerhofs ganz und gar harmonisch rüberkommen. Ich mag diese Aufnahmen nicht zuletzt, da sie noch die Arbeit mit der Sense zeigen, aber auch schon den Übergang zur Mechanisierung. Und lustig war das Leben am Mesnerhof wohl immer schon. Viel Vergnügen!